📖 RC-Glossar
130 Begriffe des RC-Modellbaus, einfach erklärt: vom Hobby bis zum Wettbewerb, vom Verbrenner bis zum Elektroantrieb.
Kategorien, Maßstäbe und Untergründe
- Maßstab 1/10
- Die verbreitetste Fahrzeuggröße, etwa 40 cm. Ideal für den Einstieg, auf der Glattbahn wie im Gelände.
- Maßstab 1/8
- Größere und stärkere Autos, etwa 50 cm. Die Referenz im Offroad-Wettbewerb, mit Verbrenner wie mit Elektroantrieb.
- Maßstab 1/5
- Die größten RC-Autos, oft mit 2-Takt-Benzinmotor. Spektakulär, aber teuer und sperrig.
- Offroad (Gelände)
- Disziplin auf Erde, Gras oder Astroturf, mit Sprüngen und Bodenwellen. Das Gegenstück zur Glattbahn (Onroad).
- Glattbahn (Onroad)
- Disziplin auf glattem Untergrund, Asphalt oder Teppich. Hohe Geschwindigkeiten, feines Setup, stromlinienförmige Karosserien.
- Buggy
- Niedriges, leichtes Offroad-Auto mit freistehenden Rädern. Die Königsklasse des Offroad-Wettbewerbs, im 1/8 wie im 1/10.
- Truggy
- Verbreiterter 1/8-Buggy auf großen Truck-Rädern. Stabiler und gutmütiger, aber etwas weniger agil.
- Short Course
- Offroad-Auto nach dem Vorbild amerikanischer Renn-Pick-ups, mit umschließender Karosserie. Sehr verspielt und verzeiht Kontakte.
- Crawler
- Langsames Kletterfahrzeug für Felsen und Hindernisse. Hier zählen Kontrolle und Grip, nicht Geschwindigkeit.
- Touring
- 1/10-Glattbahnauto mit Allradantrieb und Limousinen-Karosserie. Die Vorzeigekategorie auf Teppich und Asphalt.
- Teppich (Carpet)
- Sehr griffiger Indoor-Streckenbelag. Er verlangt spezielle Reifen und ein spezielles Setup.
- Astroturf
- Kunstrasen auf Offroad-Strecken, vor allem in der Halle. Gleichmäßiger Grip und geringerer Reifenverschleiß.
- Tarmac
- Englischer Begriff für Asphalt. Bezeichnet Außenstrecken mit Asphaltbelag.
Elektronik und Fernsteuerung
- Brushless-Motor
- Elektromotor ohne Kohlebürsten, leistungsstark und nahezu wartungsfrei. Der aktuelle Standard, vom Hobby bis zum Wettbewerb.
- Brushed-Motor (mit Kohlebürsten)
- Elektromotor mit Kohlebürsten, einfach und günstig. Verbreitet bei Einsteigermodellen, nutzt er sich mit der Zeit ab.
- Regler (ESC)
- Elektronikbaustein, der die Motorleistung je nach Gashebel dosiert. Er steuert auch Bremse und Rückwärtsgang.
- Servo
- Kleiner Stellmotor, der die Lenkung betätigt. Bei einem Verbrenner steuert ein zweites Servo Gas und Bremse.
- Empfänger
- Elektronikbox, die die Befehle der Fernsteuerung empfängt. Sie leitet sie an Servo und Regler weiter.
- 2,4-GHz-Fernsteuerung
- Moderner Sender, ohne Quarz und ohne Frequenzkonflikte. Jede Fernsteuerung ist mit ihrem eigenen Empfänger gekoppelt.
- BEC
- Schaltung, die Empfänger und Servo aus dem Fahrakku versorgt. Im Regler integriert oder als separates Modul (UBEC) bei größeren Setups.
- Sensoren (Sensored / Sensorless)
- Ein Sensored-Motor besitzt Positionssensoren: sanfte und präzise Kontrolle bei niedriger Drehzahl. Der einfachere Sensorless-Motor reicht für den Hobbybereich.
- KV
- Umdrehungen pro Minute und pro Volt eines Brushless-Motors. Je höher der KV-Wert, desto schneller dreht der Motor.
- Windungen (17.5T, 13.5T…)
- Anzahl der Drahtwindungen der Wicklung, angegeben in T. Je niedriger die Zahl, desto stärker der Motor. 17.5T ist die Referenz der Stock-Klassen.
Akkus und Laden
- LiPo
- Lithium-Polymer-Akku, leicht und leistungsstark. Der Standard im RC-Bereich, erfordert aber ein passendes Ladegerät und Vorsichtsmaßnahmen.
- NiMH
- Nickel-Metallhydrid-Akku, robust und einfach zu laden. Weniger leistungsfähig als ein LiPo, häufig in Einsteiger-Sets.
- LiFe
- Lithium-Eisen-Akku, sehr stabil und langlebig. Wird oft zur Versorgung der Empfängeranlage oder des Senders verwendet.
- HV (LiHV, High Voltage)
- Hochvolt-LiPo, geladen auf 4,35 V pro Zelle statt 4,20 V. Etwas mehr Punch, sofern das Reglement es erlaubt.
- 2S, 3S, 4S
- Anzahl der in Serie geschalteten Zellen im Akku. 2S = 7,4 V, 3S = 11,1 V, 4S = 14,8 V. Je mehr Zellen, desto höher die Leistung.
- mAh
- Kapazität des Akkus in Milliamperestunden. Je höher der Wert, desto länger die Laufzeit.
- Entladerate (C)
- Maximaler Strom, den der Akku liefern kann, angegeben als Vielfaches seiner Kapazität. Beispiel: 5000 mAh 50C = theoretisch 250 A.
- Innenwiderstand (IR)
- Gesundheitsindikator einer Zelle, gemessen in Milliohm. Ein steigender IR-Wert verrät einen müden Akku.
- Balance-Laden (Balancing)
- Ladevorgang, der die Spannung jeder Zelle über den Balancer-Anschluss angleicht. Der normale Modus zum Laden eines LiPo.
- Storage (Lagerung)
- Lademodus, der jede Zelle auf etwa 3,8 V bringt. Zu verwenden, sobald der LiPo mehrere Tage nicht gefahren wird.
- Hardcase
- LiPo mit Hartschale, die die Zellen bei einem Aufprall schützt. Im Wettbewerb Pflicht.
Verbrenner (Nitro)
- Nitromotor
- Miniatur-2-Takt-Verbrennungsmotor, betrieben mit Nitro-Kraftstoff. Schnell und laut, verlangt er Einstellung und Wartung.
- Nitromethan
- Schlüsselbestandteil des Kraftstoffs, gemischt mit Methanol und Öl. Übliche Anteile liegen zwischen 16 und 25 %.
- Glühkerze (Glow Plug)
- Glühkerze, die das Gemisch entzündet. Ihre Farbe und ihr Glühdraht geben Aufschluss über die Vergasereinstellung.
- Glühstarter
- Batteriebetriebenes Zubehör, das die Glühkerze zum Starten zum Glühen bringt. Unverzichtbar in der Kiste jedes Verbrenner-Piloten.
- Einlaufen (Einfahren)
- Die ersten Tankfüllungen eines neuen Motors, bei niedriger Drehzahl und fettem Gemisch. Ein gutes Einlaufen bestimmt Leistung und Lebensdauer.
- Vergaser
- Bauteil, das das Luft-Kraftstoff-Gemisch dosiert. Seine Düsennadeln regeln das Gemisch bei hohen und niedrigen Drehzahlen.
- Gemisch (fett/mager)
- Kraftstoffanteil im Gemisch. Zu fett: Der Motor qualmt und dreht nicht hoch. Zu mager: Überhitzung und Gefahr eines Motorschadens.
- Auspuff / Resonanzrohr
- Abgestimmte Auspuffanlage, die Leistung und Verbrauch beeinflusst. Im Rennen muss das Resonanzrohr EFRA-homologiert sein.
- Dreibacken-Kupplung
- Fliehkraftkupplung mit drei Backen zwischen Motor und Antrieb. Im Leerlauf rutscht sie durch: Das Auto bleibt bei laufendem Motor stehen.
Chassis und Setup
- Chassis
- Platte oder Wanne, die alle Komponenten des Autos aufnimmt. Aluminium, Carbon oder Verbundwerkstoff je nach Preisklasse.
- Sturz (Camber)
- Vertikale Neigung des Rades, in negativen Grad. Er bestimmt den Grip in der Kurve.
- Vorspur / Nachspur (Toe)
- Ausrichtung der Räder von oben gesehen. Vorspur hinten stabilisiert, Nachspur vorn macht die Lenkung direkter.
- Nachlauf (Caster)
- Neigung der Lenkachse, von der Seite gesehen. Mehr Nachlauf stabilisiert das Auto auf der Geraden.
- Bodenfreiheit (Ride Height)
- Abstand des Chassis zum Boden. Niedrig auf der Glattbahn, großzügiger im Offroad-Bereich.
- Stoßdämpfer
- Feder-Öl-Einheit, die Bodenwellen und Gewichtsverlagerungen absorbiert. Eine der einflussreichsten Einstellungen am Auto.
- Silikonöl (WT)
- Kalibriertes Öl für Stoßdämpfer und Differentiale, abgestuft in WT oder cSt. Je höher die Zahl, desto dicker das Öl.
- Stabilisator
- Stab, der das Wanken des Aufbaus in der Kurve begrenzt. Vorn, hinten oder an beiden Achsen montiert.
- Differential
- Mechanismus, der die Räder mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten drehen lässt. Ein 1/8 mit Allradantrieb hat drei davon: vorn, Mitte und hinten.
- Slipper
- Rutschkupplung am Hauptzahnrad von Autos mit 2 angetriebenen Rädern. Sie schützt den Antrieb und glättet die Beschleunigung.
- Kardanwelle
- Gelenkwelle, die die Drehung vom Differential auf das Rad überträgt. Verschleißteil, das regelmäßig geprüft werden sollte.
- Ritzel und Hauptzahnrad
- Zahnradpaar zwischen Motor und Antrieb. Andere Größen verändern Beschleunigung und Höchstgeschwindigkeit.
- Übersetzungsverhältnis (FDR)
- Endübersetzung zwischen Motor und Rädern. Kurz begünstigt sie die Beschleunigung, lang die Höchstgeschwindigkeit.
- Gummimischung (Compound)
- Härte der Reifenmischung. Weich für Grip, hart für Langlebigkeit: je nach Strecke und Temperatur zu wählen.
- Insert
- Schaumstoff im Reifen anstelle von Luft. Seine Dichte verändert das Fahrverhalten der Achse.
- Reifenkleben
- Befestigung des Reifens auf der Felge mit Sekundenkleber. Ein schlecht geklebter Reifen springt im Rennen von der Felge.
Rennen und Zeitmessung
- Transponder (Chip)
- Kleines Bordmodul, das das Auto bei jeder Durchfahrt identifiziert. Eigenes Gerät oder vom Verein geliehen.
- Zählschleife
- Quer über oder unter der Strecke verlegtes Kabel. Sie erfasst die Durchfahrt der Transponder für die Zeitmessung.
- Runde (Lap)
- Eine komplette Fahrt über den Kurs, gezählt an der Zählschleife. Das Ergebnis eines Laufs kombiniert Runden und Zeit.
- Rundenzeit (Lap Time)
- Dauer einer kompletten Runde. Konstanz zählt dabei genauso viel wie reine Geschwindigkeit.
- Best Lap (beste Runde)
- Beste Rundenzeit eines Laufs oder eines Tages. Sie dient oft als Kriterium bei Gleichstand.
- Qualifikationen
- Zeitläufe, die die Piloten vor den Finalläufen einstufen. Sie bestimmen die Gruppen und die Startaufstellungen.
- Lauf (Heat, Run)
- Wertungslauf mit fester Dauer, oft 5 bis 8 Minuten. Die Piloten fahren in Leistungsgruppen.
- Finale
- Rennen, das die endgültige Tageswertung bestimmt. Im 1/8-Verbrenner kann es 30 bis 45 Minuten dauern.
- Main (A-Main…)
- Finalstufe: Das A-Finale versammelt die Schnellsten, danach folgen die B-, C-Finals usw.
- Startaufstellung
- Startreihenfolge eines Finales, übernommen aus der Qualifikation. Der Bestplatzierte startet vorn.
- TQ (Top Qualifier)
- Der schnellste Pilot der Qualifikation. Er startet an der Spitze des A-Finales.
- Marshal (Streckenposten)
- Streckenposten, der umgekippte Autos wieder auf die Räder stellt. In der Regel übernimmt jeder Pilot diese Aufgabe im Lauf nach seinem eigenen.
- Box (Pit)
- Bereich, in dem die Mechaniker während des Rennens arbeiten. Hier finden Reparaturen, Reifenwechsel und Tankstopps statt.
- Tankstopp
- Boxenstopp zum Nachtanken eines Verbrenners. Eine Tankfüllung reicht für etwa 5 bis 8 Minuten Rennen.
- Rennleitung
- Team, das während des Rennens das Reglement durchsetzt: Starts, Strafen, Streitfälle.
Verbände und Ergebnisse
- FFVRC
- Der französische Verband für funkgesteuerte Autos. Er vergibt die Lizenzen und beaufsichtigt die offiziellen Wettbewerbe in Frankreich.
- Liga
- Regionale Ebene der FFVRC. Die Liga-Rennen dienen als Qualifikation für die französischen Meisterschaften.
- Französische Meisterschaft (CF)
- Nationaler Wettbewerb, ausgetragen pro Kategorie in mehreren Läufen über das Jahr. Das Ziel der lizenzierten Wettbewerbsfahrer.
- EFRA
- Der europäische Automodellsport-Verband. Er organisiert die Europameisterschaften und homologiert das Rennmaterial.
- IFMAR
- Der internationale Verband. Er beaufsichtigt die Weltmeisterschaften, die pro Kategorie ausgetragen werden.
- MyLaps / SpeedHive
- Das am weitesten verbreitete Zeitmesssystem und seine Ergebnis-App. Trainings- und Rennzeiten sind online abrufbar.
- MyRCM
- In Europa weit verbreitete Plattform für die Rennverwaltung. Anmeldungen, Laufeinteilungen und Live-Ergebnisse.
Ausrüstung und Pilotenalltag
- Lexan
- Dünnes, widerstandsfähiges Polycarbonat für Karosserien. Lackiert wird es von innen, mit Spezialfarben.
- Setup / Setup-Blatt
- Die Gesamtheit der Fahrzeugeinstellungen, festgehalten auf einem Setup-Blatt. Damit lässt sich eine funktionierende Abstimmung wiederfinden.
- Shakedown
- Die allererste Fahrt eines neuen oder frisch wieder aufgebauten Autos. Man prüft, ob alles funktioniert, bevor das Setup verfeinert wird.
- Warm-up
- Freies Training vor der Qualifikation am Renntag. Letzte Anpassungen an Setup und Reifen.
- RTR (Ready To Run)
- Fahrfertig verkauftes Auto mit montierter Fernsteuerung. Oft fehlen nur Akku und Ladegerät.
- Kit (Baukasten)
- Selbst zu montierendes Auto, geliefert ohne Elektronik. Die Wahl der Wettbewerbsfahrer, die jede Komponente selbst auswählen.
- Tuningteile (Option Parts)
- Separat verkaufte Verbesserungsteile: Aluminium, Carbon, zusätzliche Einstellmöglichkeiten.
Setup-Blatt: die Begriffe
- Droop
- Federweg der Aufhängung nach unten, bei hängendem Rad. Mehr Droop = mehr Traktion und mehr Gewichtsverlagerung. Weniger = ein satter liegendes, reaktionsschnelleres Auto.
- Anti-Squat
- Winkel der hinteren Aufhängungsböcke von der Seite gesehen. Mehr Anti-Squat begrenzt das Einfedern des Hecks beim Beschleunigen und verbessert die Traktion am Kurvenausgang.
- Kick-up / Anti-Dive
- Winkel der Vorderachse von der Seite gesehen. Kick-up macht die Aufnahme von Bodenwellen sanfter; Anti-Dive begrenzt das Eintauchen beim Bremsen.
- Ackermann
- Unterschied im Lenkeinschlag zwischen kurveninnerem und kurvenäußerem Rad. Verändert die Agilität beim Einlenken und das Verhalten am Scheitelpunkt.
- Bump Steer
- Vorspuränderung, wenn die Aufhängung einfedert. Wird über Shims unter den Lenkkugelköpfen eingestellt. Fast immer zu minimieren.
- Rollzentrum (Roll Center)
- Punkt, um den sich das Chassis in der Kurve neigt. Wird über Shims und Anlenkpunkte der Lenker verschoben. Er bestimmt die Rollneigung jeder Achse.
- Sturzstange (Camber Link)
- Oberer Lenker, der den Sturz hält. Seine Länge und Position verändern den Sturzverlauf beim Ein- und Ausfedern.
- Gewindestange (Turnbuckle)
- Gewindestange mit gegenläufigen Gewinden. Eine Vierteldrehung verstellt Vorspur, Sturz oder Ackermann ohne Demontage.
- Federvorspannung (Preload)
- Anfängliche Vorspannung der Feder, eingestellt über Rändelmuttern oder Clips. Dient zum Einstellen der Bodenfreiheit, nicht der Härte.
- Stoßdämpferkolben
- Gelochte Scheiben, durch die das Öl strömt. Anzahl und Durchmesser der Löcher verändern die Dämpfung: kleine Löcher = härtere Dämpfung.
- Zugstufe (Rebound)
- Geschwindigkeit, mit der der Stoßdämpfer wieder ausfedert. Ein Emulsionsdämpfer oder ein anderes Luftvolumen verändert die Zugstufe.
- Stoßdämpferposition
- Löcher an der Dämpferbrücke und am Querlenker. Ein flacher liegender Stoßdämpfer = weicher und progressiver; ein steiler stehender = direkter.
- Differentialöl
- Dickflüssiges Silikonöl (1000 bis 500000 cst) in den Differentialen. Dicker = Achsen stärker gekoppelt; das Mitteldiff regelt die Verteilung vorne/hinten.
- Downstop / Upstop
- Anschlagschrauben, die den Federweg jedes Querlenkers nach unten (Droop) und oben begrenzen. Werden mit einer speziellen Lehre gemessen.
- Radstand (Wheelbase)
- Abstand zwischen Vorder- und Hinterachse. Lang = stabil; kurz = agil. Oft über Shims an den hinteren Radträgern einstellbar.
- Spurbreite (Track Width)
- Gesamtbreite einer Achse, eingestellt über die Mitnehmer oder Shims. Breiter = stabiler, aber weniger reaktionsschnell.
- Radmitnehmer (Offset)
- Sechskant-Mitnehmer zwischen Achse und Felge. Seine Dicke verändert die Spurbreite der jeweiligen Achse.
- Gewichtsverteilung
- Position der schweren Komponenten (Akku, Servo) auf dem Chassis. Eine andere Balance vorne/hinten verändert Traktion und Lenkverhalten.
- Chassissteifigkeit (Flex)
- Gewollte Flexibilität von Chassis und Platten. Mehr Flex = mehr Grip auf rutschiger Strecke; steifer = präziser bei hohem Grip.
Regler (ESC): die Einstellungen
- Blinky (Stock-Modus)
- Modus ohne Software-Timing: Die LED des Reglers blinkt. Pflicht in Stock-Klassen, um Chancengleichheit zu garantieren.
- Timing (Vorverstellung)
- Elektronisches Timing für den Brushless-Motor. Mehr Timing = mehr Drehzahl und mehr Speed. Die Motortemperatur steigt ebenfalls.
- Boost
- Progressive Timing-Zugabe je nach Motordrehzahl. Belebt die Kurvenmitte. Wird in Grad eingestellt, mit einer Startdrehzahl.
- Turbo
- Zusätzliches Timing nur bei Vollgas, nach einer Verzögerung. Bringt Topspeed auf der Geraden. Vorsichtig dosieren: erzeugt viel Hitze.
- Drag Brake
- Kleine automatische Bremse, sobald man vom Gas geht. Imitiert die Motorbremse eines Verbrenners. Sehr beliebt im Offroad- und Crawler-Bereich.
- Bremskraft (Brake Force)
- Maximale Bremskraft bei voll gezogenem Hebel. Wird in Prozent eingestellt. Zu stark = blockierende Räder.
- Anfangsbremse (Initial Brake)
- Kraft beim allerersten Ansprechen der Bremse. Eine sanft eingestellte Anfangsbremse macht das Bremsen progressiver.
- Punch
- Aggressivität der Leistungsentfaltung beim Anfahren. Wenig Punch = sanfte Beschleunigung, nützlich auf rutschiger Strecke. Viel Punch = explosiver Start.
- Neutralbereich (Neutral Range)
- Totzone um die Neutralstellung des Gashebels. Breiter = weniger ungewollte Reaktionen. Schmaler = sofortiges Ansprechen.
- LiPo-Abschaltung (Cutoff)
- Spannungsuntergrenze, unter der der Regler die Leistung abschaltet. Schützt den LiPo-Akku vor Tiefentladung. Immer aktivieren.
- PWM-Frequenz
- Schaltfrequenz der an den Motor gelieferten Leistung. Eine hohe Frequenz glättet das Ansprechverhalten. Eine niedrige gibt mehr Druck von unten.
Sender: die Einstellungen
- Trim
- Kleine Verschiebung der Neutralstellung eines Kanals. Damit fährt das Auto perfekt geradeaus, ohne dass man das Gestänge anfassen muss.
- Sub-Trim
- Feine Verschiebung der Servo-Neutralstellung, vor allem anderen einzustellen. Erst das Servo zentrieren, dann die Mechanik anpassen.
- Dual Rate (D/R)
- Reduziert den gesamten Lenkweg vom Sender aus. Auto zu nervös = Dual Rate senken. Bei den meisten Sendern während der Fahrt einstellbar.
- EPA (End Point Adjustment)
- Maximaler Servoweg pro Seite. So einstellen, dass die Lenkung kurz vor dem mechanischen Anschlag stoppt. Schützt Servo und Gestänge.
- Expo (exponentiell)
- Reaktionskurve um die Neutralstellung. Negatives Expo = weichere Lenkung um die Mitte, fehlerverzeihender. Positives Expo = aggressiver.
- Servo-Reverse
- Kehrt die Wirkrichtung eines Kanals um. Erste Einstellung, die man prüft: Das Auto muss dorthin lenken, wohin man steuert.
- Fail-Safe
- Sichere Position, die die Servos einnehmen, wenn das Funksignal verloren geht. Mit angezogener Bremse einstellen, vor allem beim Verbrenner.
- ABS (Sender)
- Impulsbremsung, gesteuert vom Sender, wie beim echten Auto. Verhindert blockierende Räder beim harten Bremsen.
- Gaskurve (Throttle Curve)
- Verändert die Progressivität des Gashebels. Ein weicherer Anfangsweg hilft auf rutschiger Strecke oder mit einem starken Motor.
- Servogeschwindigkeit (Servo Speed)
- Verlangsamt bewusst die Bewegung des Lenkservos. Macht das Auto weniger nervös, vor allem bei schnellen 1/8-Modellen.
- Modellspeicher
- Jedes Auto hat sein eigenes Setup im Sender gespeichert. Modellwechsel in zwei Klicks, statt alles neu einzustellen.
- Gyro (Gain)
- Assistent, der Abweichungen von der Fahrlinie ausgleicht, dosiert über den Gain. Üblich im Drift- und Speed-Bereich; in den meisten Wettbewerben verboten.
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